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Drei Stimmen für den Löhmaer Fußball

Im Interview mit Trainer (Janek Weiß), Sportlichem Leiter (Manuel Wachter) und Kapitän (Mirko Horn) durften wir einen Blick auf die neue Saison 2026/2027 wagen und persönliche Statements erhaschen, die das (Fußball)Herz höher schlagen lassen.

Taktikbesprechung für das erste Heimspiel der Saison am Sonntag, 13. September um 09:30 Uhr in der Wetterkreuzarena: Manuel Wachter (links), Janek Weiß (Mitte) und Mirko Horn (rechts) fachsimpeln über die optimale Aufstellung.
Kapitänswechsel: Manuel Wachter (rechts) übergibt Mirko Horn (Mitte) die Kapitänsbinde. Trainer Janek Weiß (links) ist optimistisch.

Gemeinde Löhma: „Letzte Saison seid ihr im letzten Spiel knapp an der Meisterschaft gescheitert. Was ist euch davon bis heute geblieben?“
(Schweigen bei allen)
Janek Weiß: „Die Ernüchterung, so kurz vor’m Ziel gewesen zu sein und dann doch gescheitert zu sein. Gleichzeitig jedoch auch der Antrieb, dass wir noch nicht am Olymp angekommen sind, sondern ein Ziel vor Augen haben, auf das wir in der neuen Saison zuarbeiten.“
Manuel Wachter: „Fußballerisch war das das Traurigste, was ich erlebt habe. Kurz vor’m Ziel, dass so erleben zu müssen.“
Mirko Horn: „Das war schade, dass es so zustande kam und auch erst zu so einem Endspiel kommen musste. Für die Fans war das natürlich schön, aber für uns war es wie es war. Mich wurmt es immer noch, da es ziemlich bitter war, dieser Verlauf des Spiels; wie es immer wieder hin und her ging und wir dann am Ende die bitte Niederlage in Kauf nehmen mussten und nicht Meister geworden sind. Das wollen wir natürlich dieses Jahr besser machen.“

Gemeinde Löhma: „War dieses Saisonende eher Enttäuschung oder zusätzlicher Antrieb für euch?“
Mirko Horn: „Natürlich treibt einen das an! Wenn man kurz vor’m Ziel gescheitert ist, möchte man das natürlich dieses Jahr besser machen und noch mehr Gas geben. Und das bestmöglich früher klären und nicht so lange rausziehen. Frühzeitig schon Punkte holen, sodass wir am Ende zwei oder einen Spieltag vor Schluss das schaffen; und vielleicht Meister sind.“
Janek Weiß: „Im ersten Moment natürlich mega Enttäuschung. Der Sieg im Gauditurnier hat die Laune dann wieder ein bisschen aufgehellt. Aber, wie ich es vorhin gesagt habe, wir sind nicht am Ende und so ist das dann eher Antrieb zu sagen: „Hey, wir können mehr. Wir wollen mehr!“. Und das können wir dann hoffentlich in der neuen Saison zeigen.“

Gemeinde Löhma: „Was hat die Mannschaft aus dieser Erfahrung gelernt?“
Manuel Wachter: „Ich glaube, dass wir danach alle zusammengewachsen sind. Alle haben sich gegenseitig getröstet und gesagt, dass es nächste Saison besser wird. Und das wir das schaffen können.“
Janek Weiß: „Das kann ich nur unterschreiben. Ich finde vor allem auch, dass jetzt auch, vielleicht auch durch den Abschied von Manuel, ein paar Spieler mehr Verantwortung übernehmen wollen; da sie auch für sich selbst noch nicht am Ziel sind. Und sie merken, was mit der Mannschaft möglich ist. Das finde ich einen super Antrieb, dass wir als Mannschaft die Verantwortung auf breitere Schultern verteilen können. Das stimmt mich positiv für die folgenden Jahre.“

Gemeinde Löhma: „Manuel, wie schwer fiel dir der Abschied als aktiver Spieler und Kapitän? Was war dein schönster Moment in deiner Karriere?“
Manuel Wachter: (Kloß im Hals) „Schwer gefallen ist es mir auf jeden Fall. Das war jetzt nicht ganz freiwillig, dass ich das aufgegeben habe. Der schönste Moment; wir haben lange Zeit auch im Tabellenkeller mitgespielt, über viele Jahre. Und für mich war das schönste der Pokalsieg im letzten Jahr. Das war der erste Titel in den knapp 20 Jahren Löhma-Fußball.“

Gemeinde Löhma: „Mirko, herzlichen Glückwunsch zur Wahl des neuen Kapitäns. Was bedeutet es dir von der Mannschaft zum neuen Kapitän gewählt worden zu sein?“
Mirko Horn: „Erstmal habe ich das gar nicht so richtig mitbekommen.“ (lacht) „In der SpielerPlus-App habe ich durch Zufall die Umfrage gesehen; okay, da wollte ich natürlich gleich wählen und habe schon gesehen, dass ich mehrere Stimmen hatte. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Ich finde aber auch das andere, die schon länger mit der Mannschaft spielen, das verdient hätten. Wie Micha, also Holle, also Buddha. Ich habe ihn gewählt. Aber gut – ich nehme die Aufgabe gerne an und freue mich darüber!“

Gemeinde Löhma: „Was macht diese Mannschaft aus eurer Sicht besonders? Sportlich und menschlich?“
Janek Weiß: „Ich finde, wir sind ein bunt gemischter Haufen. Insbesondere von Leuten, die aus Löhmaer oder der näheren Umgebung kommen. Selbst Johnny ist schon super integriert. Wir sind die perfekte Mischung aus Jung und Alt. Aus ehemaliger Fußballer oder Fußballneuling. Das schweißt uns so zusammen und speziell auch hier, auf unserem Platz in Löhma, wissen wir eigentlich immer gegen richtig gute Gegner zu überzeugen und die Fans zu begeistern.“
Manuel Wachter: „Genau wie Janek sagte, das passt auf jeden Fall. Was man noch sagen kann, dass wir seit vielen Jahren zusammen Fußball spielen. Klar, kam mal einer dazu und einer ist weggegangen. Aber der große Kern ist eh und je im Löhmaer Fußball und das hat über die Jahre einfach die Mannschaft geprägt. Auch, wenn es auf dem Platz nicht so läuft, neben dem Platz hat es immer gut geklappt miteinander.“
Mirko Horn: „So wie ich es kennengelernt habe, geben immer alle Gas. Es ist wie eine kleine Familie. Es sind viele schon lange dabei; eine lockere coole Truppe, die immer alles gibt und Spaß hat. Darum gefällt mir das sehr gut.“

Gemeinde Löhma: „Janek, du bist schon lange Trainer des Teams. Was hält dich bis heute bei dieser Mannschaft?“
Janek Weiß: (lacht) „Also irgendwie hat noch niemand die richtige Säge gefunden, auch wenn mir oft gesagt wird, dass an meinem Stuhl gesägt wird. Wenn sich jemand findet, der da auch so viel Lust drauf hat und sich mit einbringen will, dann trete ich da gerne einen Schritt zurück. Aber an sich, dass was Manuel vorhin sagte, die Entwicklung zu sehen, von „Wir spielen nur im Keller und duellieren um den vorletzten, drittletzten oder viertletzten Platz“ hinzu „Wir werden Pokalsieger und stehen ganz kurz vor der Meisterschaft“ – diese Entwicklung miterlebt zu haben, das treibt mich immer wieder an. Auch bei den Spielen mir vorher Gedanken zu machen und die Spieler auf den Gegner einzustimmen.

Gemeinde Löhma: „Wie wollt ihr Drei (Kapitän, Sportlicher Leiter, Trainer) dafür sorgen, dass die Mannschaft den nächsten Schritt macht?“
Mirko Horn: „Wichtig ist, dass die Mannschaft jetzt nicht verkrampft. Dass sie nicht sagt „Wir müssen jetzt unbedingt die Meisterschaft holen und müssen jetzt unbedingt auf Biegen und Brechen vorne mitspielen“. Wir müssen schon Spaß weiterhin haben und die Lockerheit behalten. Das ist ganz wichtig. Und wenn das dann alles so zusammenspielt, es gehört auch immer bissl Glück dazu, dann schaffen wir das. Aber wie gesagt: immer locker bleiben und nicht „Wir müssen“.“
Manuel Wachter: „Ja, und ich werde versuchen in vielen Momenten den Jungs den Rücken freizuhalten, sodass sie sich auf den Fußball konzentrieren können. Von der Seitenlinie feuere ich mit an und steuere meine Expertise, soweit ich sie habe, bei.“ (grinst)
Janek Weiß: „Ich versuche einfach, die nachrückende Generation mehr und mehr Verantwortungung übernehmen zu lassen. Sich mehr und mehr einbringen zu lassen. Ich denke, dann können die Jungen auch über sich hinauswachsen. Zusätzlich wäre es natürlich trotzdem schön, wenn wir die Mannschaft mit jungen Leuten ergänzen können: ob mir oder ohne Fußballerfahrung. So können wir das Niveau im Training und im Spiel hochhalten.“

Gemeinde Löhma: „Was dürfen Zuschauer in der neuen Saison von euch Löhmaer Kickern erwarten, auch wenn sie keine Fußballfans sind?“
Janek Weiß: „Allen voran einfach nur gute Sonntagvormittag-Unterhaltung. Wenn nebenbei bisschen Fußball anzuschauen ist, dann schmeckt das Bier nochmal besser. Deswegen sind auch gerne alle eingeladen, die nicht so fußballverrückt sind. Kommt einfach vorbei und genießt den Sonntagvormittag in geselliger Runde. Aber: für die, die es mehr mit dem Fußball halten, sorgen und stehen wir für Leidenschaft und absoluten Willen.“
Mirko Horn: „Da kann ich mich nur anschließen. Wir hauen immer alles rein und wollen von vornherein, in den ersten Spielen bereits, die Punkte holen. Wir geben von Anfang an alles und versuchen den Zuschauern schöne Spiele zu bieten.“
Manuel Wachter: „Wir werden weiterhin immer die Werbetrommel rühren, dass auch die Nicht-Fußballfans mitbekommen, dass in Löhma Sonntagvormittag was los ist. Auf dem Platz ist immer Spektakel und neben dem Platz werden wir uns mit unserer Gemeinsamkeit und Freundlichkeit einen schönen Vormittag machen.“

Gemeinde Löhma: „Was ist eure gemeinsame Botschaft an das Dorf?“
Alle: „In Löhma ist was los. Kommt einfach vorbei und sorgt für ein geselliges und schönes Miteinander. Die Jungen und Auswärtigen sind gerne gesehen. Umso mehr Zuschauer, umso mehr Spaß macht es auch uns. Wir können froh sein, dass wir in Löhma noch eine Fußballmannschaft als auch eine sportliche Unterhaltung haben.
Janek Weiß: „Als Ergänzung: es ist jeder eingeladen, der sich ein bisschen bewegen möchte, bei unserem Freitags-Training vorbeizuschauen und mitzumachen. Gute Gespräche und ein Drink im Anschluss sind garantiert. Da freuen wir uns drauf.“

Gemeinde Löhma: „Wir bedanken uns recht herzlich bei euch für dieses ehrliche und motivierende Interview. Alles Gute für die neue Saison und wir freuen uns darauf, euch Kicker am Ende der Saison hochleben zu lassen. Der Gemeindebalkon wartet euch euch ;-).“

Training in der „Wetterkreuzarena“

  • Immer freitags, solange es hell ist
  • Jeder ist willkommen!
  • Start: 17:30 Uhr